Teleskop
Meinungsfreiheit unter Vorbehalt
In Deutschland darf man alles sagen. Kaum ein Satz wird so oft, so selbstgewiss und mit so beruhigender Wirkung wiederholt. Er klingt wie ein demokratisches Schlaflied: Alles in Ordnung, weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen. Auffällig ist allerdings, dass dieser Satz vor allem von politischen und medialen Eliten bemüht wird. Große Teile der Bevölkerung
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Kaleidoskop
Meinungsfreiheit unter Vorbehalt
In Deutschland darf man alles sagen. Kaum ein Satz wird so oft, so selbstgewiss und mit so beruhigender Wirkung wiederholt. Er klingt wie ein demokratisches Schlaflied: Alles in Ordnung, weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen. Auffällig ist allerdings, dass dieser Satz vor allem von politischen und medialen Eliten bemüht wird. Große Teile der Bevölkerung
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Stückwerk
Einst sprach ein Dichter wie im Traum: „Im Garten steht ein Kabelbaum!“ Dann rang er eine ganze Weile, vergeblich um die zweite Zeile, auch um die dritte, sechste, achte, worauf er jene Pause machte, die, obwohl er es nicht wollte, fortan nie wieder enden sollte. Dem Menschen ist in seinem Leben nicht selten Stückwerk nur
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Genauer
So viel ist klar: Dereinst, in grauer Vorzeit starb aus der Dinosaur. Der Grund scheint klar, jedoch vielleicht hat´s doch nur nicht zu mehr gereicht. Vorher verblich, weiß ich genauer, der Dinosüß, zu wenig sauer.
Wussten Sie schon,
dass der Verzehr von Flusskrebsen nicht krebsfördernd ist ?
Aus der Redaktion
Die seit 2007 bestehende NACHTGAZETTE wird aufgrund bevorstehenden Ungemachs für ihren Herausgeber, Chefredakteur usw. leider vermutlich bald eingestellt werden. Derzeit wird an einem Buch gearbeitet, das zahlreiche in der NACHTGAZETE erschienene Texte und Karikaturen enthalten soll. Einige von ihnen werden vorher überarbeitet, und dann aktualisiert noch in die NACHTGAZETTE eingestellt. Falls das Buch das Licht
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Mikroskop
Meinungsfreiheit unter Vorbehalt
In Deutschland darf man alles sagen. Kaum ein Satz wird so oft, so selbstgewiss und mit so beruhigender Wirkung wiederholt. Er klingt wie ein demokratisches Schlaflied: Alles in Ordnung, weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen. Auffällig ist allerdings, dass dieser Satz vor allem von politischen und medialen Eliten bemüht wird. Große Teile der Bevölkerung
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Repräsentativ
Die repräsentative Demokratie gilt seit jeher als die beste Staatsform. Der Einwand notorischer Kritikaster wie einst George Bernhard Shaw und heutzutage Rainer Mausfeld, sie verbinde den bloßen Anschein von Volksherrschaft mit der wirklichen Machtausübung durch die so genannten „Eliten“, erscheint demgegenüber geradezu ungehörig. Tatsächlich leben wir, wie auch der finanziell sorgenfreie Komiker Dieter Nuhr –
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Zeit sparen
Die Zeit vergeht, und je älter der Mensch wird, desto schneller scheint sie ihm zwischen den Fingern. zu zerrinnen. Auch Geld verkrümelt sich geschwind, man kann, was nicht gebraucht wird, jedoch immerhin sparen. Nach verbreiteter Meinung gilt letzteres auch für die Zeit. Deshalb werden zum Beispiel immer schnellere Autos gebaut, mit denen man Strecken in noch kürzerer Zeit zurücklegen
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Der Erdbär
Tagsüber werkelt in den Auen der Erdbär, der mit siebzig Klauen sich einen Weg gräbt in die Tiefe, wo er die Nacht verbringt im Miefe. Der Erdbär ist dem Menschen gleich — hyperaktiv, die Birne weich.
Boskop
Meinungsfreiheit unter Vorbehalt
In Deutschland darf man alles sagen. Kaum ein Satz wird so oft, so selbstgewiss und mit so beruhigender Wirkung wiederholt. Er klingt wie ein demokratisches Schlaflied: Alles in Ordnung, weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen. Auffällig ist allerdings, dass dieser Satz vor allem von politischen und medialen Eliten bemüht wird. Große Teile der Bevölkerung
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Entwicklung
In seinem Roman „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ (Diogenes TB, 267 Seiten, 14 Euro) schildert Thomas Meyer humorvoll die mühsame Emanzipation des jungen Studenten Mordechai („Motti“) Wolkenbruch vom strengen Judentum, insbesondere von seiner erzkonservativen Mutter. Sie präsentiert ihm ebenso trickreich wie vergeblich immer wieder ein anderes jüdisches Mädchen als zukünftige Ehefrau. Motti
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Nicht für jeden
Dieser im Jahr 2006 erschienene, erste „Roman“ des Wolf Haas (Hoffmann und Campe, TB, 223 Seiten, 14 Euro) jenseits der Brenner-Krimis ist keiner. Er besteht vielmehr lediglich aus einem Gespräch zwischen Haas und einer „Literaturbeilage“ über eben diesen Roman. Eine gute Idee des Autors wie im „Wackelkontakt“? Es existieren durchaus Rezensionen, die dem „Wetter vor
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Hervorragend
Zu Anfang seines Romans „Wackelkontakt“ (Hanser, 239 Seiten, 25 Euro) erwähnt der vielfach ausgezeichnete Wahlwiener Wolfgang Haas ein Bild des niederländischen Künstlers M.C. Escher, auf dem die Hände eines Menschen sich gegenseitig zeichnen (siehe Fotos). Ähnlichen Irrwitz präsentiert Haas in seinem neuen Buch. Der Einfachheit halber sei hier die Beschreibung der Ausgangspunkte auf der Rückseite
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